2013 

Video-Instal­la­tion und einige gedruckte konkrete Poesie

2011 gestal­tete Ury 17 konkrete Gedichte als Bild­ge­dichte“ (sowohl als Online- wie als Druck­fas­sung (23,532,45 cm), Bild­be­ar­bei­tung Mirco Sanft­leben. Zwei dieser Poeme – femi­ninity, femi­ni­nia­tion – erschienen einzeln, die anderen als Teile der Serien cement, weißer neger, concrete party & oral call, cross word, toned poems, two toned, pommes, taste of space, leeres archiv.

2011 gestal­tete Ury 17 konkrete Gedichte als Bild­ge­dichte“ (sowohl als Online- wie als Druck­fas­sung (23,532,45 cm), Bild­be­ar­bei­tung Mirco Sanft­leben. Zwei dieser Poeme – femi­ninity, femi­ni­nia­tion – erschienen einzeln, die anderen als Teile der Serien cement, weißer neger, concrete party & oral call cross word, toned poems, two toned, pommes, taste of space, leeres archiv. 

Tanya Urys Poesie (haupt­säch­lich auf Englisch, mit etwas Deutsch) exis­tiert in verschie­denen Konstel­la­tionen: dem impro­vi­sierten Oralen, dem Geschrie­benen und Gespro­chenen, in Video-Form zusam­men­ge­stellt; und in den Gedichten selbst finden sich Varia­tionen auf tradi­tio­nelle Verse, mit bestimmten Lapsus Linguae und Gedan­ken­ver­spre­chern“ doch auch der echo­gene Ton und konkrete Poesie (Text als Bild, zum Beispiel); und dann gibt es auch die Perfor­mance als verbale Kommu­ni­ka­tion – diese Poesie hat eine eupho­ni­sche Qualität.

Tanya Ury bezieht ihre Inspi­ra­tion aus vielen Quellen – ähnlich wie Edith Sitwell hat sie mit Musi­kern zusam­men­ge­ar­beitet, um unzäh­lige Ton-Stücke zu produ­zieren, meis­tens mit impro­vi­siertem Text und Musik – manchmal mit geschrie­benem Text.

Dame Edith Sitwell, eine engli­sche Dich­terin (18871964), schrieb sehr viel­fältig und arbei­tete 1922 mit dem Kompo­nisten William Walton zusammen, um Façade – An Enter­tain­ment” („Façade” für Spre­cher und Instru­mente) zu produ­zieren.

Die Gedichte (Façade), (…) sind abstrakte Gedichte – das heißt, sie sind Muster in Ton… Expe­ri­mente… Erkun­di­gungen über den Effekt auf Rhythmus, und auf Geschwin­dig­keit, auf das Benutzen des Reimes, Asso­nanzen und Disso­nanzen, äußer­lich und inner­lich plat­ziert (an verschie­denen Stellen in einer Zeile) und in sehr kunst­fer­tigen Mustern.”
Aus den Programm­no­tizen zu Façade, Lyric Theatre Hammer­s­mith, London (Über­set­zung Tanya Ury & Amin Farza­nefar) www.auricleensemble.or.…..).pdf

Auch andere Kunst­ar­beiten Urys lassen sich als visu­elle Poesie“ verstehen. Moving Message 1992, beinhaltet ein LED-Display mit den Wörtern: you are why; Sonata in Sea 1999 – 2000 ist eine Photo­serie kombi­niert mit Poesie und wrest­le­with­y­ou­r­angel 2001 ist ein Neon­leucht­zei­chen, das zusammen mit dem Neon­zei­chen neonazi 2001 ange­fer­tigt wurde; der Titel eines Photo-Doppel-Porträts lesser is me more or less 2003 spielt auf den Namen von Lesser Ury an, den deut­schen Post-Impres­sio­nisten, sowie auf den Titel eines weiteres Doppel-Porträts or else 2007, der auf die deut­sche Autorin Else Ury deutet. Der Titel eines dritten Porträt-Photos Beel­ze­bu­larin 2005 (in der Serie Promised Land) entschlüs­selt sich als Anagram des bibli­schen Bezalel Ben Uri“. half dimen­sional – semi detached 2010 schließ­lich kombi­niert das erste der half dimen­sional poems mit der Photo­gra­phie semi detached.


concrete – Eine Werk­serie (Beinhaltet Gedicht­reihen)



Präsen­ta­tion

2012 (11.6) Die Juni-Online-Ausgabe von Imagi­na­tions: Journal of Cross-Cultural Image Studies, Univer­sität von Alberta, Kanada, stellt die Künst­lerin Tanya Ury vor, mit neuen Arbeiten – Videos: Inti­macy, cement & dark room; eine Serie von 17 concrete poems, die Photo­gra­phie Alibi­jude, Selec­tion aus der Who’s Boss-Serie, und 8 Photos aus Soul Brothers & Sisters. Außerdem: 3 Photos von Occupy in Stras­bourg, aus der Serie Fading into the Fore­ground; und weitere 6 toned poems (Sounds, Musik & Tonmi­schung: Kasander Nilist) sowie einem Peer-Review-Inter­view (Text und Skype-Inter­view-Abschrift) mit Claude Desma­rais (CA)
www​.csj​.ualberta​.ca/im…

2013 (11.7. – 7.9) Righ­ting the Image“ – Samm­lung Lite­ratur in Köln (LiK) der Stadt­bi­blio­thek Köln, präsen­tieren eine Ausstel­lung von Tanya Ury. Eröff­nungs­pro­gramm – Donnerstag, 11.7.2013, 20 Uhr. Einfüh­rung: Dr. Gabriele Ewenz, Leiterin des LiK-Archivs, mit Suspended Beliefs – Impro­vi­sierte Gedichte zu impro­vi­sierter Musik: Tanya Ury (Stimme), Gernot Bogumil (Trom­pete), Kasander Nilist (Kontra­bass), Hans Salz (Percus­sion), Peter Worringer (E‑Guitarre).

Samm­lungen 

2014 münd­liche tradi­tion Plakat Höhe 85 cm x Breite 60 cm, Privat Samm­lung, Jürgen Müller, Köln (D)

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